{"id":15955,"date":"2025-07-04T10:14:47","date_gmt":"2025-07-04T08:14:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-binz-diese-ruegen-stadt-von-9-040-einwohnern-beherbergt-europas-laengste-mole\/"},"modified":"2025-07-04T10:14:47","modified_gmt":"2025-07-04T08:14:47","slug":"weniger-touristisch-als-binz-diese-ruegen-stadt-von-9-040-einwohnern-beherbergt-europas-laengste-mole","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-binz-diese-ruegen-stadt-von-9-040-einwohnern-beherbergt-europas-laengste-mole\/","title":{"rendered":"Weniger touristisch als Binz, diese R\u00fcgen-Stadt von 9.040 Einwohnern beherbergt Europas l\u00e4ngste Mole"},"content":{"rendered":"<p>Die 1.450-Meter-Mole ragt wie ein steinerner Pfeil in die stahlblaue Ostsee hinaus. Es ist fr\u00fcher Morgen in Sassnitz, und ich stehe am Ende von <strong>Europas l\u00e4ngster Mole<\/strong>, w\u00e4hrend Fischer ihre Netze f\u00fcr den Tagesfang vorbereiten. Diese unscheinbare Stadt mit nur <strong>9.040 Einwohnern<\/strong> auf der Insel R\u00fcgen verbirgt drei au\u00dfergew\u00f6hnliche Sch\u00e4tze, von denen selbst viele Deutsche nichts wissen: eine rekordverd\u00e4chtige Mole, ein echtes britisches U-Boot-Museum und eine UNESCO-gekr\u00f6nte Kreidek\u00fcste mit uralten Buchenw\u00e4ldern.<\/p>\n<p>Gestern erst bin ich mit Sarah und unserer Tochter Emma angekommen, neugierig, ob Sassnitz das versprochene \u201eversteckte Juwel der Ostsee&#8220; sein w\u00fcrde. Nach nur einem Tag kann ich sagen: Es \u00fcbertrifft alle Erwartungen.<\/p>\n<h2>Europas unbekannte 1.450-Meter-Rekordmole versteckt sich an der Ostsee<\/h2>\n<p>Die Sassnitzer Mole ist mit <strong>1.450 Metern<\/strong> etwa dreimal l\u00e4nger als der ber\u00fchmte Brighton Pier in England, bleibt aber international weitgehend unbekannt. Urspr\u00fcnglich als F\u00e4hrhafen angelegt, dient sie heute als atemberaubender Spazierweg mit 360-Grad-Meerblick. Morgens um <strong>7 Uhr<\/strong> geh\u00f6rt sie fast ausschlie\u00dflich den Einheimischen und einigen Fotografen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Sassnitz die l\u00e4ngste Mole beherbergt, findet man in <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-stralsund-beherbergt-diese-mecklenburgische-stadt-von-11047-einwohnern-deutschlands-letzte-bascule-bruecke\/\">Wolgast eine andere maritime Rarit\u00e4t &#8211; Deutschlands letzte Bascule-Br\u00fccke<\/a>. Aber hier in Sassnitz konzentriert sich das maritime Erbe auf engem Raum.<\/p>\n<p>Am Molenkopf treffe ich Klaus, einen wettergebr\u00e4unten Fischer, der gerade seinen Kutter festmacht. \u201eWir verkaufen unseren Fang direkt vom Boot&#8220;, erkl\u00e4rt er mir. \u201eKommen Sie gegen <strong>8:30 Uhr<\/strong> wieder, dann gibt&#8217;s frischen Dorsch und die besten Fischbr\u00f6tchen der Ostsee \u2013 direkt vom Meer auf den Teller.&#8220;<\/p>\n<h2>Ein britisches U-Boot in deutscher Heimat: Das \u00fcberraschende Museumserlebnis<\/h2>\n<p>Nur <strong>300 Meter<\/strong> vom Molenkopf entfernt liegt die HMS Otus \u2013 ein komplett erhaltenes britisches U-Boot der Oberon-Klasse, das seit 1991 als schwimmendes Museum dient. Mit einer L\u00e4nge von <strong>90 Metern<\/strong> beherbergt es originale Navigations- und Waffensysteme sowie funktionsf\u00e4hige Periskope.<\/p>\n<p>Das Erstaunliche: Durch diese Periskope kann man tats\u00e4chlich den Hafen beobachten, genau wie die Besatzung es einst tat. Technikbegeisterte, die das U-Boot-Museum besucht haben, finden in <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-timmendorfer-strand-dieses-schleswig-holsteinische-6-161-einwohner-ostseebad-beherbergt-deutschlands-einzige-strand-museumsbahn\/\">Sch\u00f6nberg ein weiteres Highlight mit Deutschlands einziger Strand-Museumsbahn<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Man f\u00fchlt sich wie in einer Zeitkapsel. Die engen G\u00e4nge, der Geruch von Metall und \u00d6l \u2013 es ist, als w\u00fcrde das U-Boot gleich abtauchen. Selbst nach Dutzenden Besuchen in Marinemuseen weltweit habe ich nichts Vergleichbares erlebt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Authentizit\u00e4t ist un\u00fcbertroffen. In der Kommandozentrale sind die Instrumente funktionst\u00fcchtig, und im Mannschaftsquartier stehen noch die schmalen Kojen, in denen sich die Seeleute einst abwechselnd ausruhten. Kinder wie meine Tochter Emma sind besonders fasziniert von den Torpedorohren und der winzigen Komb\u00fcse.<\/p>\n<h2>UNESCO-Doppelwunder: Kreidek\u00fcste trifft auf gesch\u00fctzte Buchenw\u00e4lder<\/h2>\n<p>Was die wenigsten wissen: Nur <strong>8 Kilometer<\/strong> \u00f6stlich von Sassnitz erhebt sich der Nationalpark Jasmund mit seinen ber\u00fchmten wei\u00dfen Kreidefelsen. Anders als die bekannten White Cliffs of Dover in England ist dieser K\u00fcstenabschnitt von uralten Buchenw\u00e4ldern gekr\u00f6nt \u2013 eine Kombination, die 2011 zum <strong>UNESCO-Weltnaturerbe<\/strong> erkl\u00e4rt wurde.<\/p>\n<p>Naturliebhaber sch\u00e4tzen nicht nur den Nationalpark Jasmund, sondern auch <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/dieses-921-einwohner-ostseejuwel-beherbergt-seit-17-jahren-deutschlands-umweltfreundlichsten-strand\/\">Baabe mit seinem vielfach ausgezeichneten umweltfreundlichen Strand<\/a>. In Sassnitz selbst lohnt sich der <strong>\u201eWissower Klinkenweg&#8220;<\/strong> \u2013 ein versteckter Pfad, der durch majest\u00e4tische Buchenw\u00e4lder zu atemberaubenden Aussichtspunkten f\u00fchrt.<\/p>\n<h2>Was die Reisef\u00fchrer Ihnen nicht erz\u00e4hlen<\/h2>\n<p>F\u00fcr das perfekte Sassnitz-Erlebnis sollten Sie fr\u00fch aufbrechen. Die Mole ist am sch\u00f6nsten im <strong>Morgenlicht zwischen 6 und 8 Uhr<\/strong>, wenn das goldene Sonnenlicht die wei\u00dfen Kreidefelsen in der Ferne zum Leuchten bringt. F\u00fcr Fischliebhaber: Die frischesten Fischbr\u00f6tchen gibt es direkt von den Kuttern am Hafen \u2013 f\u00fcr nur <strong>4-5 Euro<\/strong>.<\/p>\n<p>Der ideale Zeitpunkt f\u00fcr einen Besuch ist <strong>Juli bis August 2025<\/strong>, wenn Sassnitz Gastgeber des prestigetr\u00e4chtigen SailGP-Events wird. Hightech-Segelkatamarane werden mit Geschwindigkeiten von bis zu <strong>93 km\/h<\/strong> vor der K\u00fcste Sassnitz&#8216; rasen \u2013 ein spektakul\u00e4res Schauspiel vor der Kulisse der Kreidefelsen.<\/p>\n<p>Nach dem SailGP in Sassnitz k\u00f6nnen Segelbegeisterte ihre maritime Reise in <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-luebeck-beherbergt-diese-deutsche-hansestadt-von-219-323-einwohnern-europas-groesstes-segelschiff-treffen\/\">Rostock fortsetzen, wo Europas gr\u00f6\u00dftes Segelschiff-Treffen stattfindet<\/a>.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Emma und ich durch das Periskop des U-Boots sp\u00e4hen, denke ich an die unz\u00e4hligen \u00fcberf\u00fcllten Touristenorte, die ich in meiner Karriere besucht habe. Sassnitz f\u00fchlt sich anders an \u2013 wie ein gut geh\u00fctetes Geheimnis, das seine Identit\u00e4t bewahrt hat. Die Einheimischen nennen es \u201eunser Kleinod an der Kreide&#8220; \u2013 und genau das ist es: ein maritimes Juwel, das darauf wartet, entdeckt zu werden, bevor der Rest der Welt davon erf\u00e4hrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 1.450-Meter-Mole ragt wie ein steinerner Pfeil in die stahlblaue Ostsee hinaus. Es ist fr\u00fcher Morgen in Sassnitz, und ich stehe am Ende von Europas l\u00e4ngster Mole, w\u00e4hrend Fischer ihre Netze f\u00fcr den Tagesfang vorbereiten. 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