{"id":15933,"date":"2025-07-02T06:54:05","date_gmt":"2025-07-02T04:54:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-wismar-beherbergt-diese-mecklenburgische-stadt-von-18030-einwohnern-drei-gotische-backsteinmeisterwerke\/"},"modified":"2025-07-02T06:54:05","modified_gmt":"2025-07-02T04:54:05","slug":"weniger-touristisch-als-wismar-beherbergt-diese-mecklenburgische-stadt-von-18030-einwohnern-drei-gotische-backsteinmeisterwerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-wismar-beherbergt-diese-mecklenburgische-stadt-von-18030-einwohnern-drei-gotische-backsteinmeisterwerke\/","title":{"rendered":"Weniger touristisch als Wismar beherbergt diese mecklenburgische Stadt von 18030 Einwohnern drei gotische Backsteinmeisterwerke"},"content":{"rendered":"<p>Der Elde-Fluss flie\u00dft heute ruhig vorbei an den mittelalterlichen Wallanlagen, w\u00e4hrend ich durch Parchims leere Gassen wandere. Dieses mecklenburgische St\u00e4dtchen mit <strong>18.030 Einwohnern<\/strong> auf <strong>84 Quadratkilometern<\/strong> scheint auf den ersten Blick unscheinbar. Doch was ich hier entdecke, l\u00e4sst mich verbl\u00fcfft zur\u00fcck: Auf kleinstem Raum vereint Parchim <strong>drei gotische Meisterwerke<\/strong> der europ\u00e4ischen Backsteingotik, durchzogen von einem Netz aus schimmernden Wasserl\u00e4ufen \u2013 und das praktisch ohne Touristen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich die Sonnenstrahlen auf dem roten Backstein der St. Georgenkirche beobachte, wird mir klar: Hier liegt eines der bestgeh\u00fcteten Reisegeheimnisse Norddeutschlands. Und das trotz seiner perfekten Lage nur <strong>40 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Schwerin<\/strong> und <strong>170 Kilometer von Hamburg<\/strong> entfernt.<\/p>\n<h2>Das Backstein-Wunder: 3 gotische Meisterwerke auf nur 84 Quadratkilometern<\/h2>\n<p>Was Parchim besonders macht: Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Dichte an Backsteingotik. W\u00e4hrend viele Hansest\u00e4dte ein prominentes Bauwerk haben, besitzt diese Kleinstadt gleich <strong>drei monumentale Meisterwerke<\/strong> \u2013 die Kirchen St. Georgen und St. Marien sowie das imposante Rathaus \u2013 alle aus dem <strong>13. Jahrhundert<\/strong> und Teil der Europ\u00e4ischen Route der Backsteingotik.<\/p>\n<p>Die Wallanlagen, die ich jetzt entlangspaziere, wurden <strong>2018 aufw\u00e4ndig saniert<\/strong> und verwandeln die mittelalterliche Stadtbefestigung in eine gr\u00fcne Oase. Der Kontrast zwischen den massiven Backsteinmauern und den sanften Gr\u00fcnt\u00f6nen schafft eine beinahe surreale Atmosph\u00e4re. Hier stehen <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-stralsund-beherbergt-diese-mecklenburgische-hansestadt-von-11965-einwohnern-mittelalterliche-architekturschaetze-auf-seltener-geoformation\/\">mittelalterliche Architektursch\u00e4tze in direktem Dialog mit anderen mecklenburgischen Perlen wie Anklam<\/a>, doch mit einem entscheidenden Unterschied: Hier bin ich fast allein.<\/p>\n<p>Was sofort auff\u00e4llt: W\u00e4hrend <strong>30-40% der Altstadt<\/strong> aus historischen Geb\u00e4uden bestehen, betr\u00e4gt das Verh\u00e4ltnis von Einwohnern zu j\u00e4hrlichen Besuchern etwa <strong>1,5:1<\/strong> \u2013 ein erstaunlicher Kontrast zu Wismar, wo auf jeden Einwohner etwa <strong>vier Touristen<\/strong> kommen.<\/p>\n<h2>Parchims verborgene Wasserwege: Deutschlands Alternative zu Giethoorn<\/h2>\n<p>Die \u00dcberraschung wird noch gr\u00f6\u00dfer, als ich die Altstadt verlasse und den Wockersee erreiche. Parchim wird von der Elde und ihren Seitenarmen durchzogen, die ein Netzwerk aus Wasserstra\u00dfen bilden. Diese machen die Stadt zu einer Art deutsches Giethoorn \u2013 jedoch mit einem mittelalterlichen Twist und ohne die Menschenmassen.<\/p>\n<p>Die <strong>M\u00fcritz-Elde-Wasserstra\u00dfe<\/strong> bietet mehr als <strong>50 Kilometer Radwege<\/strong> und unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten zum Paddeln. <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-stralsund-beherbergt-diese-mecklenburgische-stadt-von-11047-einwohnern-deutschlands-letzte-bascule-bruecke\/\">W\u00e4hrend Sie Parchims Wasserwege erkunden, lohnt sich ein Ausflug zur einzigartigen Bascule-Br\u00fccke im nahen Wolgast<\/a> \u2013 ein weiteres architektonisches Highlight der Region.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Man kann einen ganzen Tag durch diese Stadt wandern und dabei st\u00e4ndig zwischen mittelalterlicher Geschichte und unber\u00fchrter Natur wechseln. Diese Kombination findet man sonst nirgendwo in Norddeutschland.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Beim Mittagessen im Schatten der Wallanlagen entdecke ich, dass die Einheimischen ihre Stadt liebevoll <strong>&#8222;uns P\u00fctt&#8220;<\/strong> nennen \u2013 eine Bezeichnung, deren Bedeutung selbst meine Wirtin nicht vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren kann, die aber die tiefe Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Stadt ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Parchims historisches Erbe ist Teil einer reichen hanseatischen Tradition, <a href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-luebeck-beherbergt-diese-deutsche-hansestadt-von-219-323-einwohnern-europas-groesstes-segelschiff-treffen\/\">die sich bis nach Rostock erstreckt, wo Europas gr\u00f6\u00dftes Segelschifftreffen stattfindet<\/a>. Doch w\u00e4hrend die gro\u00dfen Hansest\u00e4dte von Touristen \u00fcberlaufen sind, bewahrt Parchim seine Authentizit\u00e4t.<\/p>\n<h2>Was die Reisef\u00fchrer Ihnen nicht erz\u00e4hlen<\/h2>\n<p>Der perfekte Zeitpunkt f\u00fcr einen Besuch ist <strong>jetzt im Sommer 2025<\/strong>, wenn die sanierten Wallanlagen in voller Bl\u00fcte stehen und die Wasserwege zum Paddeln einladen. Parken Sie kostenlos am <strong>Parkplatz Wallallee<\/strong> und erkunden Sie die Stadt am besten zu Fu\u00df oder mit dem Rad.<\/p>\n<p>Mein Geheimtipp: Buchen Sie eine Bootstour am Wockersee <strong>fr\u00fch morgens um 9 Uhr<\/strong>, wenn das Licht perfekt auf die Backsteinfassaden f\u00e4llt. Besuchen Sie danach die <strong>R\u00e4uber-Vieting-H\u00f6hle<\/strong> \u2013 ein lokales Mysterium, das mit regionalen R\u00e4uberlegenden verbunden ist und nur wenige Touristen anzieht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich Parchim verlasse, denke ich an die Worte meiner siebenj\u00e4hrigen Tochter Emma, die mir vor der Reise sagte: &#8222;Bring mir ein Geheimnis mit!&#8220; Ich habe nicht nur eines gefunden, sondern eine ganze Stadt voller Geheimnisse. Wie ein gut geh\u00fcteter Familienschatz liegt Parchim da \u2013 verborgen vor den Massen, aber bereit, seine T\u00fcren f\u00fcr diejenigen zu \u00f6ffnen, die bereit sind, abseits der ausgetretenen Pfade zu wandern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Elde-Fluss flie\u00dft heute ruhig vorbei an den mittelalterlichen Wallanlagen, w\u00e4hrend ich durch Parchims leere Gassen wandere. Dieses mecklenburgische St\u00e4dtchen mit 18.030 Einwohnern auf 84 Quadratkilometern scheint auf den ersten Blick unscheinbar. Doch was ich hier entdecke, l\u00e4sst mich verbl\u00fcfft zur\u00fcck: Auf kleinstem Raum vereint Parchim drei gotische Meisterwerke der europ\u00e4ischen Backsteingotik, durchzogen von einem &#8230; <a title=\"Weniger touristisch als Wismar beherbergt diese mecklenburgische Stadt von 18030 Einwohnern drei gotische Backsteinmeisterwerke\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/weniger-touristisch-als-wismar-beherbergt-diese-mecklenburgische-stadt-von-18030-einwohnern-drei-gotische-backsteinmeisterwerke\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Weniger touristisch als Wismar beherbergt diese mecklenburgische Stadt von 18030 Einwohnern drei gotische Backsteinmeisterwerke\">Lire plus<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15932,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-15933","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-reisen"],"acf":[],"_yoast_wpseo_primary_category":null,"_yoast_wpseo_title":null,"_yoast_wpseo_metadesc":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15933"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15933\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.le-journal-catalan.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}